26.11.2011
Eröffnungsfeier LA21® Nordhausen
Das Büro der LA21 Landschaftsarchitektur ist von Bleicherode nach Nordhausen umgezogen. Der Standort in der Rolandstadt ist einer von sechs deutschlandweit.

Nordhausen. Kreativität braucht Raum. Deshalb war es für Björn Diener und das LA-21-Büro-Landschaftsarchitektur an der Zeit, nach über zehn Jahren in Bleicherode nach Nordhausen aufzubrechen. "Wir haben größere Büroräume benötigt. Und viele unserer Auftraggeber kommen aus Nordhausen", erklärt der 35-jährige Diplom-Landespfleger den Umzug.

Gleichwohl habe man in Bleicherode eine gute Zeit gehabt. "Doch die Pendelei hat sehr viel Zeit geraubt", nennt Diener einen weiteren Grund für die Neuorientierung. Seit 1. November ist das Landschaftspfleger-Team nun in der Käthe-Kollwitz-Straße anzutreffen. Zwischen fünf und sechs Freiberufler arbeiten in der Bürogemeinschaft. Landschaftsagentur und -planung, Projektsteuerung, Baumgutachten oder Dorfentwicklung sind nur eine Auswahl der vielen Dienstleistungen, die angeboten werden.

Aktuelle Projekte sind unter anderem die Umfeld-Gestaltung am im Bau befindlichen Kinderhaus Ost (unsere Zeitung berichtete). Auch die Außenanlagen am neuen Stadtmuseum Flohburg entstammen der LA-21-Ideen-Fabrik. Kleinere Projekte wie ein Barfuß-Pfad in Hamma oder eine Kräuterschnecke für den Kindergarten in Uthleben gehören ebenso zum Aufgabenfeld der Nordhäuser Experten.

Der Nordhäuser Standort ist übrigens nur einer von sechs deutschlandweit. Auch in Berlin, Dresden, Köthen, Bochum und Stuttgart gibt es LA-21-Büros, deren Ursprung irgendwie auch in Bleicherode liegt. Denn Sascha Ratayski, gebürtiger Bleicheröder war es, der in der Kalistadt das erste Büro gründete. Die Gestaltung der Helios-Klinik-Außenanlagen in der Kalistadt war nicht nur Ratayskis Diplomarbeit sondern auch der Startschuss. "Die anderen Standorte sind über alte Studienkontakte zustande gekommen", erzählt Ratayski, der jetzt im Berliner Büro arbeitet. Im kommenden Jahr soll noch ein weiteres Büro in Zürich hinzukommen.

Ein weiteres Standbein der Nordhäuser Landschaftsplaner ist das Projekt "Meine Gartenberater". Mit diesem richten sie sich an Privatkunden, bieten unter anderem Planung und Beratung von Vor- und Hausgärten an. "Ein Trend, der sich stark entwickelt", weiß Diener. Ihre Kunden wollen keinen 0815-Garten. Häufig fehlt schlichtweg die Zeit und das Know-How, das grüne Wohlfühl-Paradies selbst zu kreieren. Immer öfter finden potenzielle Kunden deshalb den Weg in die LA-21-Büros. Waren es 2006 noch drei Aufträge an allen Standorten, konnten die Landschaftsplaner in diesem Jahr bereits 40 private Gärten planen. Darüber hinaus bieten Diener und seine Kollegen regelmäßig Veranstaltungen im Nordhäuser Tabakspeicher an.



Text und Bild: Susanne Bernstein / 26.11.11 / Thüringer Allgemeine

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